
Durch Parodontitis entstandene Zahnfleischtasche
Vor der Behandlung - die Befundaufnahme
Zunächst erfolgt eine ausführliche Untersuchung zur Befundaufnahme / Anamnese, bei der neben den akuten Symptomen auch (Vor-)Erkrankungen (z. B. Diabetes, Bluthochdruck,…), Medikamenteneinnahme und Gewohnheiten abgefragt werden. Bei dem Vorliegen einer Parodontalerkrankung wird oftmals erfragt, ob Familienangehörige ebenfalls an einer Parodontitis erkrankt waren oder sind. Zudem werden klinische und röntgenologische Befunde erhoben, hierbei werden unter anderem die Taschentiefen gemessen und ein Röntgenbild angefertigt.
Damit der Zahnarzt den Zustand des Zahnbettes beurteilen kann wird der Parodontale Screening Index durchgeführt. Mit einer zahnärztlichen Sonde wird jeder Zahn rings herum sondiert, das heißt es wird kontrolliert, wie tief die Zahnfleischtaschen sind und wie stark die Blutungsneigung des Zahnfleischs ist. Anhand einer Tabelle kann der Zahnarzt ablesen, wie fortgeschritten die Parodontalerkrankung ist.
Übrigens: der Parodontale Screening Index kann auch zur Früherkennung von Parodontalerkrankungen durchgeführt werden.
Das Stadium der Parodontitis bestimmt die Behandlungsform und Therapie, bei der eine Vielzahl von Aspekten aus der Zahnmedizin berücksichtigt werden muss. Mit einer klassischen Parodontalbehandlung verlangsamt man nur den Verlauf oder bringt die Krankheit zum stoppen. Verlorene Gewebe werden nur bedingt zurück gewonnen.